(W)interkultureller Basar 2017

Gestern waren wir auch auf dem (W)Interkulturellen Basar in der Mensa vertreten.
Wir führten spannende Diskussionen über die Vor- und Nachteile einer Legalisierung von Cannabis und reichten dazu das „Bau dir deine Welt“-Set der Grüne Jugend NRW. Außerdem hatten wir einige Publikationen der Heinrich-Böll-Stiftung dabei – z.B. den Fleischatlas. Den neuesten gibt es ab Januar 2018 hier mit vielen anderen Publikationen: https://www.boell.de/de/publikationen

Alternativer Adventskalender

🌏 🎄 🎅🏼 ❄️
Etwas verspätet zur Adventszeit möchten wir euch diesen schönen, alternativen Adventskalender vorstellen:

„Vorweihnachtsstress, adé! In der Weihnachtszeit wird so viel konsumiert wie sonst nie. Wir aber sagen tschüss zu überfüllten Einkaufszentren. Wir haben keine Lust, lange zu arbeiten, um viel Geld zu verdienen und damit wieder neues Zeug zu kaufen. Vieles, was wir an Weihnachten verschenken, gerät schnell in Vergessenheit oder landet auf dem Müll. Wir suchen nach angenehmeren Alternativen. Wie wäre es mal wieder mit einer Adventszeit, in der wir Zeit haben, im Kerzenlicht mit unserer Familie und guten Freund*innen zusammen zu sitzen, leckere Plätzchen zu futtern, uns an dem Geruch der Tannenzweige zu erfreuen? Eine Zeit, in der nicht die Geschenke, sondern das Zusammensein im Mittelpunkt steht. Dazu soll dieser Adventskalender motivieren. (…)“

Jeden Tag ein Türchen für euch:

https://www.sustainable-advent.de/

Schlechte Nachrichten für Rehabilitationspsycholog*innen

Leider ist die Ausbildung in Niedersachsen zum/zur PP/KJP nicht mit einem Master of Science in Rehabilitationspsychologie möglich (1). Diese Spekulation hat sich aus Information ergeben, dass es an der PFH in Göttingen einen Studiengang der Psychologie gibt, welcher den Zugang zur Ausbildung zum 23.05.2017 erhalten hat (2).

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17.08.2017 ist jedoch ein (universitärer) Master in Psychologie ausreichend, um in allen Bundesländern Deutschlands die PP/KJP Ausbildung zu beginnen (3). Somit steht ein Bachelorabschluss in Rehabilitationspsychologie nach einem Wechsel an die Universität der Ausbildung nicht im Weg!

Mit einem Master in Rehabilitationspsychologie bleibt weiterhin die Möglichkeit der Ausbildung in Sachsen-Anhalt sowie über Umwege in Brandenburg (4).


(1) LINK

(2) LINK

(3) LINK

(4) LINK

2. Mitgliederversammlung WiSe 17/18

Am Sonntag trafen wir uns zu unserer 2. Mitgliederversammlung des Wintersemesters. Zu Beginn bekamen wir Besuch von Ralf aus Magdeburg. Ralf stellte uns das Projekt Lebensmittelretten Magdeburg vor, welches wir planen in Stendal umzusetzen. Danach folgte der Bericht über die Bundesmitgliederversammlung aus Landau, wir besprachen alle wichtigen Anträge nach und einigten uns darauf, für die kommende Mitgliederversammlung in Stendal eine Position zu der momentanen „NC-Regelung“ auszuarbeiten. Auch die Senatssitzung vom 8.11. werteten wir gemeinsam aus. Insgesamt zeigte sich ein Wille zur Erarbeitung eines Kompromisses zwischen Studierenden und der Leitung.

36. BUNDESMITGLIEDERVERSAMMLUNG CAMPUSGRÜN

Dieses Wochenende fand in Landau die 36. Bundesmitgliederversammlung von Campusgrün statt. Mit großer Freude unsererseits wurde unsere Sprecherin Lena zur Bundesschatzmeisterin des Bundesverbandes von Campusgrün gewählt. Wir freuen uns, als kleine Hochschulgruppe nun auch einen Platz im Bundesvorstand zu vertreten.

Wir sind sehr zufrieden mit der gelungenen Vernetzung an diesem Wochenende und freuen uns darüber hinaus auf die nächste Bundesmitgliederversammlung im Mai 2018, welche wir als Grüne Hochschulgruppe ausrichten werden.

Zusammenfassung der uns im Besonderen wichtigen Anträge.

Es wurden zu folgenden Themen Beschlüsse gefasst:

  • Für eine umfassende BAföG Reform
  • Gegen den Aufwind der Rechtsextremen – für eine progressive, schlagkräftige Politik
  • Gender Studies unter Druck – nicht nur von Rechts
  • Grundsatzposition: Verhältnis Ökologie und Wirtschaftssystem
  • Stellungnahme von Campusgrün zum Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Hochschulzugang für alle ermöglichen

LINK zu allen Beschlüssen

Senatssitzung 08.11.17

Hallo liebe Studierende,
Lehrende & Mitarbeiter*innen,

heute findet eine wichtige Senatssitzung um 15:15 in der Aula in Stendal statt. Ein Tagesordnungspunkt ist ein relativ brisanter Antrag dazu, eine Frist für die Beendigung der Bachelorstudiengänge an unserer Hochschule einzuführen. Demnach würde man, wenn man die Regelstudienzeit vier Semester überschreitet, in allen bis dahin nicht abgelegten Prüfungsleistungen den Erstversuch als nicht bestanden angerechnet bekommen. In der Prüfungsordnung (wir haben momentan nur Reha gesichtet, schätzen aber es ist für alle Studiengänge der Hochschule gleich geregelt) ist festgehalten, dass man nach einem nicht bestandenen Erstversuch einen Zweitversuch innerhalb von 12 Monaten vornehmen muss. Kurzum könnte man durch diese neue Regelung exmatrikuliert werden, weil man PL geschoben hat. Das halten wir für ablehnenswert.

Die Position von Robin (Sprecher GHG Stendal) dazu:

Ich habe ein Problem mit der Einführung dieser Regelung. Hochschulen sind ohnehin Orte der Selektion. Es gibt in immer mehr Studiengängen mit einem Numerus Clausus, der den Zugang erschwert, nach spätestens drei nicht bestandenen Modulprüfungen folgt die Exmatrikulation, wenn man die Regelstudienzeit in Sachsen-Anhalt vier Semester überschreitet muss man pro Semester 500€ Langzeitstudiengebühren zahlen. 

Diesen restriktiven Regeln steht die Realität gegenüber. Die meisten Studierenden in Deutschland schaffen ihr Studium nicht in der angesetzten Regelstudienzeit (Statistisches Bundesamt, 2015).

Mit einer solchen Regelung weist man den Studierenden die Schuld für diesen Zustand zu! Das halte ich für nicht gerechtfertigt. 
Vielmehr ist unser neues System von Hochschule mit vielen Modulprüfungen, welche in jedem Semester abgelegt werden müssen, dafür anzumahnen. Es bleibt wenig Zeit für tiefgreifende Auseinandersetzung mit Themen, die einen wirklich interessieren, keine Zeit, keine Freiheit im Studium.

Mit einer solchen Veränderung würde man sich der Menschen berauben, die unsere Vielfältigkeit ausmachen, die sich trotz all dieser bereits genannten Zwänge Freiräume schaffen, in denen sie für sich und nicht für Creditpoints lernen sondern für sich und ihr Leben.
Studierende sind erwachsene Menschen, denen ich gerne das Recht zusprechen möchte, für sich selbst entscheiden zu können, wann der Lebensabschnitt des Studiums für sie beendet ist. Die Qualität einer Hochschule macht genau das für mich aus, das akzeptieren von Lebensformen die nicht mit der Regelstudienzeit vereinbar sind und nicht in Statistiken über Abschlüsse in der Regelstudienzeit gut dazustehen.

Außerdem fußt ein Großteil der Aktivitäten in offiziellen Gremien wie dem Studierendenrat, aber auch von freieren Initiativen wie dem Studierendenverein StuVe Stendal e.V. auf dem Engagement von Stundierenden, die sich jenseits der Regelstudienzeit oder auf dem Weg dahin befinden. Somit gefährdet diese Novellierung die studentische und letzendlich auch die akademische Selbstverwaltung. Selbiges gilt für belebte Campus und Semesterhöhepunkte, welche die Hochschule gerade auch am Standort Stendal inzwischen als ihr Aushängeschild benutzt: Reflexionstage, Sommerfest, Hochschulball – hier braucht es die Unterstützung von Studierenden, die ihre Creditsammlung mal kurz aus den Augen lassen. Auch einige der Third Mission-Projekte sähen ohne diese in die Breite ambitionierten Studierende blass aus. Sehr geehrter Senat, lassen Sie die Hochschule nicht noch weiter zum akademischen Durchlauferhitzer verkommen, ermöglichen Sie eine vielfältige Lehr-Lernkultur.

Update: Die Abstimmung wurde verschoben. Trotzdem gab es eine gute Diskussion zwischen Lehrenden, Verwaltung und Studierenden über diese Thematik. Im nächsten Schritt muss nach Kompromissmöglichkeiten beider Seiten gesucht werden. Daran würden wir uns sehr gerne beteiligen. Wir waren über die Anwesenheit der vielen Studierenden sehr erfreut.

1. Mitgliederversammlung WiSe 17/18 & Interessiertentreffen

Leicht verspätet zum Semesterstart hielten wir heute unsere erste Mitgliederversammlung im neuen Semester ab. Wir besprachen die letzten Monate nach und erhielten einen ersten Bericht unserer beiden Vertreterinnen aus dem FasRa. Auch die Vorauswahl neuer Veranstaltungskonzepte für das kommende Kalenderjahr standen zur Debatte und wurden abgestimmt. Abschließend wählten wir unsere Delegierten für die nächste Bundesmitgliederversammlung von Campusgrün in Landau, an der wir im November teilnehmen werden.

Im zweiten Block konnten wir einige Interessierte neue und erfahrenere Studierende des Campus Stendal begrüßen. Wir stellten uns, unsere Themen und Ziele vor, um so die Möglichkeiten einer  Mitgliedschaft bei uns aufzuzeigen. Sehr erfreut erfreut waren wir über die vielen engagierten und interessierten Menschen die vorbeigeschaut haben und hoffen einige von euch bald wiederzusehen.

Markt der Möglichkeiten WiSe 17/18

Heute war es soweit: Die Hochschule in Stendal öffnete die Pforten für die neuen Studis. In der ersten Mittagspause der Studierenden hatten wir die Gelegenheit die Grüne Hochschulgruppe vorzustellen und Interessierte über unsere Projekte und Ziele zu informieren. Wir haben uns sehr gefreut neue Gesichter kennenzulernen und sind sehr glücklich über unser erstes neues Mitglied in diesem Semester. Ebenfalls freuen wir uns auf alle, die beim ersten Treffen am 18.10. dabei sein möchten.

Wie fair und nachhaltig ist unsere Mensa?

Wir haben eine erste Anfrage gestellt – z.B. wie viel teurer wäre es, wenn Kaffee und Kakao bio und fair wären? Lest die komplette Anfrage auf (1). Nun werten wir Schritt für Schritt die Antwort aus und haken weiter nach. Einige Antworten stellen wir schon Mal vor:

Die Mensa sieht Erfolge u.a. in der Einführung der Mehrwegbecher, der Umstellung auf Eier aus Freilandhaltung und den neuen abbaubaren Verpackungen to go.

In Stendal wird bis Ende des Jahres auf fair gehandelten und bio-zertifizierten Kaffee und Kakao umgestellt! Die Preiserhöhung wird lediglich 10 Cent betragen.

Nach eigenen Angaben setzen sie auf regionale Erzeuger*innen und Saisonalität. Wir fragen nach: Welche? Wie oft?

Beim Fisch setzen sie u.a. auf MSC oder ASC-Zertifizierung. Was heißt das? MSC steht für Marine Stewardship Council (> Fischfang) und ASC für Aquaculture Stewardship Council (> Fischzucht). Beide Siegel sollen Nachhaltigkeit garantieren, wurden vom WWF jedoch zusammen mit den Fischindustrien erarbeitet – oder um es mit den Worten des WWF zu sagen: Es sind „Kompromisslösung aller Interessengruppen“ (2). Damit sind einige Bedingungen eher weich definiert, was dazu führt, dass auch Fischereien mit MSC-Siegel hohe Beifänge verzeichnen und Robben, Albatrosse, Haie, Sturmvögel und (andere) bedrohte Tierarten qualvoll verenden – z.B. in Grundschleppnetzen, die gleichzeitig den Meeresboden zerstören (mehr unter 3). ASC-Betriebe dürfen z.B. Genverändertes Futter einsetzen. Ergo dieses Siegel sollte dringend verbessert werden oder auf ein anderes zurückgegriffen werden.


Quellen
1: http://ghg-stendal.de/anfrage-wie-nachhaltig-studieren-wir…/
2: http://www.abendblatt.de/…/Neues-Oekokennzeichen-ASC-fuer-Z…
3: https://www.greenpeace.de/…/greenpeace-position-zum-marine-…
außerdem: https://www.greenpeace.de/…/wie-glaubwurdig-sind-die-gutesi…
Bild: https://pixabay.com/…/tische-stühle-sitzbereich-mensa-4618…/

Briefwahlantrag nicht verschlafen!

Wer in der Demokratie schläft, kann ein böses Erwachen erleben. Vergiss daher nicht, bis zum 24. September deine Stimme bei der Bundestagswahl abzugeben.

Deine Stimme zählt!

Du kannst helfen, dass ewig gestrige Rechtspopulisten nicht ins Parlament einziehen und das gesellschaftliche Klima noch weiter vergiften. Gib deine Stimme ab, für Klimaschutz, eine nachhaltige Landwirtschaft und eine weltoffene Gesellschaft.

Die Briefwahlunterlagen werden in den letzten drei bis vier Wochen vor der Wahl versandt. beantragen kannst du sie aber schon jetzt im Einwohnermeldeamt oder formlos per E-Mail. Notwendig dafür sind Name, Vorname, geburtsdatum, Wohnanschrift sowie die ggf. abweichende Anschrift an die die Unterlagen versendet werden sollen. Der ausgefüllte Briefwahlschein muss verschlossen im Rücksendeumschlag rechtzeitig vor der Wahl zurück in die Post. In den Briefwahlstellen kannst du nach Antragstellung auch schon vor dem Wahltermin wählen.

Weitere Infos: https://www.gruene.de/service/briefwahl-jetzt-so-gehts.html

Eure Grüne Hochschulgruppe Stendal